01/2012   23.01.2012

SPD Heidenrod fühlt sich im Vorgehen zu Bürger- entscheiden bestärkt

Votum steht für aktive Bürgerbeteiligung und weist Wege in die Zukunft

 

Das erfreulichste Ergebnis der Bürgerentscheide vom gestrigen Tag ist die Wahlbeteiligung von 55%. Ein Wert den viele Städte und Gemeinden nicht einmal bei Kommunalwahlen erreichen.

Auch wenn es unüblich ist, dass Parteien, wie hier SPD und GRÜNE, ein Bürgerbegehren initiieren, so hat sich in Heidenrod durch die rege Teilnahme an den Informationsveranstaltungen und die breite Diskussion gezeigt, dass es wichtig und richtig ist, in weitreichende Entscheidungen möglichst alle Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen.

Es wurde deutlich, dass auch schwierige Sachverhalte wie ein Wasserversorgungssystem transportierbar sind. Anders sind die Ergebnisse der einzelnen Ortsteile, die jeweils die örtliche Situation und Betroffenheit wiederspiegeln, nicht zu deuten.

Für die SPD ist bemerkenswert, dass es sich bei den beiden Bürgerentscheiden erst um den dritten und vierten in der Geschichte des Landes Hessen handelte, die sich nicht gegen einen Beschluss eines Gremiums richteten sondern bei denen die Bürgerinnen und Bürger anstelle eines Gremiums über  einen Sachverhalt entscheiden mussten.

Die Entscheidung zum Thema Wasser war leider sehr differenziert und knapp, so dass man hier wohl noch versuchen muss, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Sicherlich wäre das einfacher, wenn nicht im Vorfeld der Entscheidung  extrem polarisierende Äußerungen auf Stammtischniveau stattgefunden hätten.

In Bezug auf die Wasserversorgung ist der Weg nun klar und führt sofort zu ersten Umsetzungsschritten.  Dem Wasserbeschaffungsverband wird mitgeteilt, dass die Gemeinde das Angebot zum Bau einer Leitung von Kemel nach Laufenselden nicht annimmt.  Zeitnah sind die einzelnen Schritte zum Ausbau der Eigenversorgung zu priorisieren und der Zeitplan für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen von den gemeindlichen Gremien festzulegen.

Bei der Frage zur Windkraft hat sich gezeigt, dass nicht die lautesten Diskutanten die Mehrheit wiederspiegeln. Mit dem eindrucksvollen Gesamtergebnis von fast 90 % Ja-Stimmen und über 75 % Zustimmung der vermeintlich am stärksten Betroffenen, ist der Weg frei für eine aktive Gestaltung dieses, für die Gemeinde essentiellen Vorhabens. Dadurch, dass man sich monatelange Klärungen mit den Bedenkenträgern spart, kann man sich der Sache widmen.

Ziel der SPD ist hier eine möglichst breite Möglichkeit für Bürgerbeteiligung und  der größtmögliche Gewinn für die Gemeinde.

Abschließend kann festgestellt werden, das „Experiment“ ist voll gelungen, verstärkte Bürgerbeteiligung  ist keine Worthülse, man kann stolz auf Heidenrod sein.

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