Wind und Wasser in Heidenrod – böswillige Falschbehauptungen gefährden Sachlichkeit

In den letzten Wochen wird die Öffentlichkeit immer wieder durch mehr oder weniger verdeckte Gegner des Windkraftprojekts in Heidenrod mit falschen Behauptungen zu Wind und Wasser konfrontiert.
Besonders ärgerlich sind diese Äußerungen, wenn sie von Vertretern der BIH und der „CDU Laufenselden“ getan werden, die durch ihre Arbeit als Gemeindevertreter gut informiert sind und somit wider besseres Wissens polemisieren.

So wird der Vorwurf erhoben, die Gemeinde setze ungeprüft die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Windparkprojekts voraus und hoffe nach Art eines Spielers im Spielkasino auf das Gelingen des Vorhabens. – Richtig ist, dass ein ganzer Stab von Fachleuten fieberhaft daran arbeitet, die aufgeworfenen Fragen zu untersuchen und die sehr komplexen Voraussetzungen für das Gelingen des Projekts zu ermitteln und zu erfüllen.

Auch die Behauptung der massiven Neuverschuldung ist falsch.
Das Projekt wird nach derzeitigem Kenntnisstand auf ein Volumen von ca. 50 Millionen Euro geschätzt. Nach dem aktuell üblichen Finanzierungsgebaren werden die Gesellschafter der Projektentwicklungsgesellschaft 20 % dessen als Eigeneinlage einbringen müssen. Der Gemeindeanteil würde demnach, bei der geplanten knapp 50% Beteiligung, ca. 5 Millionen Euro betragen.
Hier von einer „Verdoppelung“ der Schulden oder massiver Verschuldung zu sprechen, ist zumindest irreführend.

Die angebliche „Waldvernichtung“ wird fachlich und faktisch völlig verzerrt dargestellt. Für ein Windrad werden 0,4 – 0,5 Hektar Rodungsfläche benötigt. Bei geplanten 12 Windrädern sind dies höchstens 6 Hektar. Dies wiederum entspricht 0,1% der 6000 Hektar Waldfläche auf dem Gemeindegebiet Heidenrod, stellt eher einen marginalen Eingriff dar. Beeinträchtigungen des Ökosystems in nennenswertem Umfang sind nicht zu erwarten. Dieser Frage wird aber selbstverständlich auch durch Einholung von Gutachten nachgegangen.

Ein Einfluss der Windräder auf das Klima oder deren Fundamente auf wasserführende geologische Schichten mit Wirkungen auf die Wassergewinnungsmöglichkeiten sind absurd und zeugen von massiver Unkenntnis einfachster Zusammenhänge.
Die Erfahrungen in Kemel, alle Erkenntnisse bei bisher in der Region installierten Anlagen und erste gutachterliche Einschätzungen schließen einen Zusammenhang von Wassergewinnung und Windkraft aus.
SPD und GRÜNE sind geradezu penibel darauf bedacht, den Bürgerentscheid zur Ausrichtung der Wasserversorgung eins zu eins umzusetzen. Das wird auch durch den Haushaltsplan 2013 dokumentiert. Dort sind über eine halbe Million Euro für das Bohren der Brunnen in Laufenselden und Langschied sowie die Sanierung des Stollens in Hilgenroth eingestellt.

SPD und GRÜNE, sicherlich aber auch sonstige Heidenroder Bürger fragen sich, wer eigentlich hinter der zitierten „CDU Laufenselden“ steht. Eine diesbezügliche Klarstellung durch die CDU Heidenrod wäre hilfreich.