08. Mai 2015 – 70 Jahre nach Kriegsende –

Gruppenfoto nach getaner ArbeitEin Schild weist auf die Pflanzung der Friedenseiche hin.

Am 08. Mai pflanzte die SPD Heidenrod auf dem ehemaligen Radargelände an der Forststraße in Kemel eine Friedenseiche. Anlass dafür war der 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges am 08. Mai 1945.

Zu diesem Termin konnte der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Heidenrod, Harald Schmelzeisen, einige Bürger sowie zahlreiche Genossinnen und Genossen begrüßen, darunter auch Bürgermeister Volker Diefenbach, der Fraktionsvorsitzende Ralf Jäger und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Benno Bach.

„Der Zweite Weltkrieg hat seine Spuren in der deutschen Geschichte hinterlassen und wirkt noch bis in die Gegenwart hinein – das Kriegsende vor 70 Jahren begleitet uns bis heute“, so Schmelzeisen in seiner Ansprache. Er erinnerte an die mehr als 60 Millionen Toten, gefallen an der Front, ermordet in Konzentrationslagern, verbrannt in Bombennächten, gestorben an Hunger, Kälte und Gewalt.

Zwar ist der 08. Mai in der Bundesrepublik Deutschland kein Feiertag, dennoch finden, insbesondere zu „runden“ Jahrestagen des 08. Mai 1945 immer wieder Gedenkfeiern statt.

„Die SPD Heidenrod möchte mit der Pflanzung einer Friedenseiche 70 Jahre nach Kriegsende einen Anstoß geben, sich an das was Menschen erleiden mussten zu erinnern und über den Gang unserer Geschichte nachzudenken“, so Schmelzeisen weiter.

Den für die Pflanzung ausgewählten Ort fanden die Anwesenden sehr passend, handelt es sich doch um einen Standort, der in der Zeit des kalten Krieges militärisch genutzt wurde. Diese Nutzung wurde vor rund 20 Jahren aufgegeben und die Radarkuppel gesprengt. Ein vollständiger Rückbau durch den Bund erfolgte jedoch nicht. Vor einigen Jahren wurde die Liegenschaft wie auch die Taunuskaserne vom Bund an einen Unternehmer aus Trier veräußert.

Durch Grundstückstausch ist es der Gemeinde gelungen, Eigentümer dieser Fläche zu werden. Im Gegenzug hat die Gemeinde ein Waldstück unmittelbar angrenzend an die Taunuskaserne an den Eigentümer übertragen.

Der Eigentümer hatte sich im Rahmen dieses Tauschgeschäftes verpflichtet, die Fläche komplett zu räumen und der Gemeinde fertig für eine Waldanpflanzung zu übergeben. Dies alles ist zwischenzeitlich geschehen und die Bepflanzung in den vergangenen Wochen vorgenommen. Die Fläche dient als Ausgleichsfläche für den Windpark an der B 260.

Schmelzeisen konnte noch berichten, dass auch in der thüringischen Partnergemeinde Sollstedt am Vormittag des 08. Mai eine Friedenseiche gepflanzt wurde. Insofern stehen die beiden Pflanzungen auch im Zeichen der deutschen Wiedervereinigung vor 25 Jahren.